Rückblick auf JHV – Harmonie und klare Worte

Pünktlich um 20.00 Uhr eröffnete der erste Vorsitzende Dietrich Rodefeld am Donnerstag, den 15. März 2018 die Jahreshauptversammlung des TuS Hilter. Etwa 50 Mitglieder fanden den Weg in das Gasthaus Krenzien, was ihn in seiner Eröffnungsrede direkt zu der Feststellung verleitete, es sei „leben in der Bude und im gesamten Verein“. Im gleichen Atemzug begrüßte er die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Sports im TuS Hilter und den Bürgermeister Marc Schewski, der überraschenderweise noch kein Mitglied im TuS Hilter ist. „Das werden wir nach der Versammlung ändern müssen, Marc“, witzelte Rodefeld. Es folgte das Gedenken an die im Jahr 2017 verstorbenen Mitglieder.

„Hier ist leben in der Bude!“

Rückblickend auf das letzte Jahr stellte Dietrich Rodefeld fest, dass die Turnabteilung erste Erfolge auf Wettkampfebene vorweisen könne. Die Zahl der Übungsleiterinnen sei wieder gewachsen und fehlende Turnstunden können wieder angeboten werden. Die erste Herrenfußballmannschaft konnte im vergangenen Jahr endlich den Aufstieg in die Kreisliga schaffen. Rodefeld hob die gute Arbeit in insgesamt 17 Mannschaften hervor und lobte den Ehrgeiz von über 30 Trainerinnen und Trainern, die alleine in der Fußballabteilung aktiv sind. Die Kampfsportabteilung befinde sich wie im vergangenen Jahr im Neuaufbau, die Behindertensportabteilung unter Leitung von Heike Peters-Haake sei nach wie vor im TuS aktiv. Tischtennis werde weiterhin aktiv und erfolgreich auf Bezirksebene gespielt. Die Rankenbach Open als eines der „Aushängeschilder des Vereins“, so Rodefeld, finden im Jahr 2018 bereits zum fünften Mal statt und können mittlerweile internationale Beteiligung vorweisen. Obwohl die erste Badmintonmannschaft wieder aus der Niedersachsen-Bremen-Liga abgestiegen sei, funktioniere auch diese Abteilung gut. Die Kooperation mit der Süderbergschule trage Rodefeld zufolge Früchte, weil einige Kinder sich nach dem schulischen Schnuppertraining im TuS Hilter angemeldet haben.

Auch auf dieser Jahreshauptversammlung wurden Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Unter dem Applaus der Anwesenden erhielt Karl-Heinz Hensel Präsente für seine 60-jährige Mitgliedschaft. Fritz Rüter und Fritz Dilba sind ebenfalls seit 60 Jahren im Verein, waren am Abend aber nicht anwesend.

Dietrich Rodefeld mit Jubilar Karl-Heinz Hensel

Für eine 50-jährige Mitgliedschaft wurden Hanna Heidecke und Sabine Heidecke-Schowe in der Versammlung geehrt. Für diese Ehrung fehlten Horst Fritz und Lisa Henkel.

Dietrich Rodefeld mit den Jubilarinnen Hanna Heidecke und Sabine Heidecke-Schowe

Lutz Berkemeyer ist seit 40 Jahren Mitglied im TuS Hilter und erhält dafür ebenfalls Applaus der gesamten Versammlung. Hierbei fehlten Helga Ralle, Heidi Rüter, Werner Hardt und Ulrike Künker.

 

 

Dietrich Rodefeld mit Jubilar Lutz Berkemeyer

25 Jahre im Verein sind Franz Asbrock, Jutta Walke, Henning Wortmann, Dominik Schooneweg, Karin Wolf, Angelique Schlüter, Dennis Schlingmann, Marcel Schooneweg, Heike Vennemann, Maximilian Ueberück und Waltraud Kamp, die die Ehrung als einzige persönlich entgegen nahm.

Dietrich Rodefeld mit Jubilarin Waltraud Kamp

Eine besondere Ehrung erhielt unser Vorstandsmitglied Marianne Waltermann. Sie absolvierte im vergangenen Jahr eine Fortbildung und ist nun im Besitz einer B-Lizenz. Der TuS Hilter kann von nun an Kurse des Deutschen Olympischen Sportbundes aus der Reihe „Sport pro Gesundheit“ anbieten. Dazu zählen beispielsweise präventives Gesundheits-, Ausdauer- und Krafttraining. Dietrich Rodefeld bedauerte, dass für diese Kursangebote derzeit keine Hallenkapazitäten von der Grundschule zur Verfügung gestellt würden und wandte sich mit diesem Problem direkt an den anwesenden Bürgermeister. Dieser sagte zu, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Dietrich Rodefeld mit Marianne Waltermann

Harmonie und klare Worte bestimmen die Versammlung

Die Kassenwartin Petra Wellhöner stellte im Anschluss den Kassenbericht und den Abschluss des vergangenen Kalenderjahres vor. Sie zeigte, dass der TuS Hilter von wachsenden Einnahmen profitiere und insgesamt auf einer sehr soliden finanziellen Basis stehe. Tom Backhaus in seiner Funktion als Kassenprüfer lobte die „perfekt geführte Vereinskasse“ und vergab für die geleistete Arbeit des Vorstands eine „1A-Note“. Überhaupt wurde – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren – durchaus harmonisch miteinander diskutiert und die Führung des Vereins ausdrücklich wertgeschätzt. Wenig überraschend wurde der Vorstand deshalb einstimmig entlastet.

Hartmut Steffen nutzte die Jahreshauptversammlung, über den aktuellen Stand eines Förderverein-Projektes zu informieren. Der Bau einer erweiterten Trainingsfläche, die gleichzeitig als Fußballplatz für die Öffentlichkeit genutzt werden soll, werde in Kürze beginnen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde liefe „überraschend gut“, so Steffen.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurde es dann interessant: Der erste Vorsitzende Dietrich Rodefeld wurde zwar von der großen Mehrheit erneut gewählt, stellte aber direkt klar, das Amt nur für „maximal ein weiteres Jahr“ ausüben zu wollen. Grund hierfür sei die „extrem schwierige Kommunikation“ mit der Fußballabteilung in den letzten Monaten. Auch Kassenwartin Petra Wellhöner, die zwar erst im kommenden Jahr erneut gewählt werden müsste, teilte mit, dafür dann auch nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Stephan Wisch erklärte, dass er das Amt des Fußballobmanns wieder nur für ein Jahr kommissarisch weiterführen werde. Er wurde von der Versammlung mehrheitlich bestätigt. Die Weichen für einen personellen Umbruch im Verein wurden auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung also gestellt.

Neu in den Reihen der Administration begrüßten die anwesenden Mitglieder Christian Urban. Er wird in Zukunft den Posten des Badmintonabteilungsleiters von Cedric Strelow übernehmen, der aus zeitlichen Gründen hierfür nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Marion Rottmann, Marion Tormöhlen (vertreten durch Marianne Waltermann) und Mattes Kriege konnten mit ihren Sportgruppen und Mannschaften die meisten Sportabzeichen im Verein sammeln

von Lukas Tappmeyer